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WGS Schweiz: GUIDO STRAUMANN – STRAUMANN HÜPPEN

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Schokoladenhüppen – biscuit rolls filled with the finest chocolate – are a Swiss tradition. The original Swiss hüppen have been manufactured since 1980 in Wädenswil in the Straumann family business. Stephan Lendi talked with CEO Guido Straumann about the history of the Swiss hüppen, the craft of traditional manufacturing, and the tension between tradition and innovation.
 
What makes a high-quality hüppe?
Our hüppen cannot be compared with our competitors‘ products, especially those manufactured in other countries. Those are usually mass-produced, so they must be done fast and cheap. We differentiate ourselves on quality and value. Producing our hüppen takes about 10 times longer than other manufacturers, and the raw materials are first-class Swiss products. The filling is made from pure chocolate, which is melted then filled directly into the hüppen. Other manufacturers choose to fill them with air to make their product cheaper. Filling our hüppen with pure chocolate lends a unique, crunchy taste experience all the way to the last bite.
 
Do you know who invented hüppen or when and how it was developed?
Hüppen is of Greek origin, derived from the word "hopyes,” referring to a flat, wafer-like pastry. Hüppen could be of Homeric origin, but we cannot say for certain. However, this pastry has been made for at least 400 years in Switzerland, with its debut coinciding with the announcement of sugar in the 16th century. The first hüppen  were baked and rolled in monastery kitchens, the culinary laboratories of yesteryear. At the Louvre in Paris, there is a painting by Lubin Baugin from around 1630, a still life that shows, among other things, roll shaped pastries on a plate.
 
How did Straumann Hüppen get its start?
My father, Ueli Straumann, took over the hüppen bakery from Mr. Weber in 1971. Mr. Weber had baked and rolled hüppen by hand since at least 1947. My father continued the traditional form of production by hand for four years. An old waffle iron that we have set up in our factory bears witness to this. The empty hüppen rolls were then filled and finished by hand by Swiss confectioners.
 
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What technological changes have you made since then?
My father played a key role in developing the hüppen press. Before, hüppen machines could only produce empty or unfilled hüppen. My father worked worked with the machine manufacturer to develop a filling machine, which are used today worldwide. Our own machines have been in use since 1977 and 1980. Since then, not much has been done with their production: individual work steps, such as filling with the chocolate, were automated.
 
How do you keep a very traditional product on the cutting edge?
We always have new ideas, but our customers are traditional and prefer our traditional hüppen with hazelnut praline filling.
 
Since February 2015, we have a new hüppen creation that is made with noble Grand Cru chocolate from Venezuela with a cocoa content of over 60%. This is an excellent alternative, particularly for those who are allergic to nuts. We have also developed a special product with sweeteners that can be consumed by those with diabetes. As more confectioners emphasize their diabetic-friendly range of products, we have likewise seen an increase in their sales.
 
We continue to create new packaging in all sizes. Also very popular are our individually-wrapped hüppen using a company logo as a promotional product giveaway or Christmas gift. In addition to a visit to the factory shop, it is also worth a visit to the hüppen machines at the front of the house so that our hüppen lovers can buy our products easily on the weekends.
 
German Version:
 
GUIDO STRAUMANN – STRAUMANN HÜPPEN
 
Schokoladenhüppen – Biskuit-Röllchen gefüllt mit feinster Schokolade - sind eine Schweizer Tradition. Die originalen Zürcher Hüppen werden seit 1980 in Wädenswil im Familienbetrieb der Famile Straumann hergestellt. Stephan Lendi hat sich mit Geschäftsführer Guido Straumann über die Geschichte der Zürcher Hüppen, das Handwerk der traditionellen Herstellung und das Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation unterhalten.
 
Was macht eine qualitativ hochwertige Hüppe aus?
Unsere Hüppen sind mit den Produkten der Mitbewerber und vor allem mit den Produkten der ausländischen Fabrikanten nicht zu vergleichen. Diese sind meist Massenware und die Herstellung muss schnell und günstig sein. Wir differenzieren uns über die Qualität und die Wertigkeit. Die Produktion unserer Hüppen dauert gut 10mal so lange wie bei anderen Herstellern und die Rohstoffe sind erstklassige Schweizer Produkte. Die Füllung besteht aus reiner Schokolade, die geschmolzen und direkt in die Hüppen gefüllt wird. Andere Hersteller schlagen die Füllung mit Luft auf, um das Produkt günstiger zu gestalten. Durch die Füllung reiner Schokolade erhalten unsere Hüppen das einmalige knackige Genusserlebnis bis zum letzten Bissen.
 
Weiss man, wer Hüppen wann und wie erfunden bzw. entwickelt hat?
Die Hüppe soll griechischen Ursprungs sein, abgeleitet vom Wort «hopyes», das Oblate (flaches, hostienähnliches Gebäck) bedeutet. Folgedessen könnten Hüppen homerischen Ursprungs sein. Nachprüfen lässt sich dies nicht genau; doch wird dieses Gebäck seit mindestens 400 Jahren in der Schweiz hergestellt. Ihr erstmaliges Auftauchen fällt mit dem Bekanntwerden des Zuckers im 16. Jahrhundert zusammen. In den Klosterküchen, den kulinarischen Laboratorien vergangener Zeiten, wurden die ersten Hüppen gebacken und gerollt. Im Louvre in Paris hängt ein Gemälde von Lubin Baugin aus der Zeit um 1630; ein Stillleben, das u.a. zu Rollen geformtes Gebäck auf einem Teller zeigt.
 
Wie hat Straumann Hüppen mit der Herstellung begonnen?
Mein Vater Ueli Straumann hat die Hüppenbäckerei von Herrn Weber im Jahr 1971 übernommen. Herr Weber hat an der Schienengasse in Zürich seit mindestens 1947 die Hüppen von Hand gebacken und gerollt. Ueli Straumann setzte die traditionelle Form der Herstellung von Hand noch ganze 4 Jahre fort. Ein altes Waffeleisen, welches wir in unserem Fabrikladen aufgestellt haben, zeugt noch von dieser Zeit. Die leeren Hüppenrollen wurden dann von Confiserien in Zürich von Hand gefüllt und vollendet. 
 
Welche Entwicklungen gab es technisch seit damals?
Ueli Straumann hat massgeblich die Hüppenmaschine mitentwickelt. Denn früher gab es nur Hüppenmaschinen, welche leere bzw. ungefüllte Hüppen backen konnten. Mein Vater hat dann zusammen mit dem Maschinenhersteller die Füllanlagen entwickelt, welche heute weltweit zum Einsatz kommen. Unsere eigenen Maschinen haben wir seit 1977 und 1980 im Einsatz. Seither hat sich in der Produktion nicht viel getan: einzelne Arbeitsschritte, zum Beispiel die Schokoladenzufur wurde automatisiert.
 
Wie bleibt Ihr mit einem sehr traditionellen Produkt am Puls der Zeit?
Wir haben immer wieder neue Ideen. Jedoch sind unsere Kunden sehr traditionsbewusst und mögen unsere traditionellen Hüppen mit Haselnussgianduja-Füllung am liebsten. 
 
Seit Februar 2015 haben wir eine neue Hüppenkreation mit edlem Grand Cru Kakao aus Venezuela mit einem Kakaoanteil von über 60% im Angebot. Diese Hüppenkreation ist besonders für Nussallergiker eine hervorragende Alternative. Auch haben wir für Diabetiker ein spezielles Produkt mit Süssungsmitteln entwickelt. Da immer mehr Süsswarenproduzenten die Diabetikerprodukte aus dem Sortiment streichen, erfahren wir bei diesem Produkt eine Absatzsteigerung.
 
Zudem kreieren wir immer wieder neue Verpackungen in allen Grössen. Auch sehr beliebt sind unsere Hüppen in individuellen Verpackungen mit Firmenlogos als Werbeprodukt, Give Away oder als Weihnachtsgeschenk. Nebst einem Besuch im Fabrikladen lohnt sich auch ein Besuch des Hüppenautomaten vor dem Haus, damit unsere Hüppenliebhaber auch am Wochenende bequem unsere Produkte kaufen können.

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